E-Zigaretten Bestandteile
Anfänger-Guide

Die Bestandteile von E-Zigaretten

Bei einer E-Zigarette handelt es sich um ein batteriebetriebenes Gerät, das eine Flüssigkeit (Liquid) in Nebel/Dampf umwandelt, welchen der Anwender inhaliert. Es gibt kein Feuer, keine Asche und kein Rauchgeruch. Eine E-Zigarette ist im Gegensatz zu normalen Zigaretten frei von Schadstoffen wie Kohlenmonoxid und Teer.

Eine gängige E-Zigarette besteht dabei aus drei verschiedenen Teilen:

  • Lithium-Ionen-Akku
  • Verdampfer
  • Tank/Mundstück

Akkueinheit

Kanger EVOD regelbarer Akku
Regelbarer 1000 mAh-Akku

Der Lithium-Ionen-Akku versorgt die E-Zigarette mit Strom und ist wiederaufladbar. Er ist entweder fest mit einer zusätzlichen Elektronikeinheit verbaut und lässt sich dann als ganze Einheit laden, oder er ist aus dem Akkuträger herausnehmbar und lässt sich mithilfe eines Akkuladegerätes aufladen – dies ist von Modell zu Modell unterschiedlich.

Der Akku soll die E-Zigarette natürlich nur dann mit Strom versorgen, wenn sie auch wirklich genutzt wird. Dies geschieht in den meisten Fällen über einen sogenannten Taster, der mit einem Finger bedient werden kann und nur über die Länge des Zuges gedrückt gehalten wird.

Einige Akkus können auch mithilfe von Unterdruck aktiviert werden, also wenn an der E-Zigarette gezogen wird, ohne dass ein Taster gedrückt gehalten werden muss. Diese Technik ist jedoch recht anfällig und im Falle eines Ausfalles muss der gesamte Akku entsorgt werden, obwohl dieser an sich möglicherweise noch funktionsfähig ist.

Die verschiedenen Akkus unterscheiden sich vor allem in ihrer Kapazität, die in Milliamperestunden (mAh) angegeben wird und ausschlaggebend dafür ist, wie lang die Laufzeit beträgt. Die gängigen Einsteiger-Akkus mit 650 mAh halten bei einem durchschnittlichen Dampfverhalten mindestens einen ganzen Tag. Die Laufzeit eines solchen Akkus beträgt also, angenommen man könnte/würde über diese Zeitspanne ununterbrochen am Gerät ziehen, etwa 40 Minuten. Die stärkeren Akkus schaffen es da schon auf mindestens zwei Stunden.

Ein weiterer Unterschied sind die verschiedenen Akkutypen, bei denen man zwischen ungetaktet, getaktet und geregelt unterscheidet.

  • Ungetakteter Akku: Frisch geladene Akkus haben die volle Leistung (bis zu 4,3 V), welche allerdings über einen fortschreitenden Nutzungszeitraum auch immer weiter abnimmt und bei der Unterschreitung eines bestimmten Spannungswertes wieder aufgeladen werden muss. Ein Nachteil ist dementsprechend die schwankende Leistung des Akkus, an welche das Dampfverhalten angepasst werden muss. Ein ungetakteter Akku ist jedoch günstiger in der Anschaffung. Ungetaktete Akkus kamen vor allem in der Anfangszeit der E-Zigaretten zum Einsatz.
  • Getakteter Akku: Hierbei wird die Spannung schon von vornherein heruntergetaktet (etwa von 3,7 V auf 3,3 V), womit der Akku konstant die gleiche Spannung liefert. Der Vorteil bei einem getakteten Akku liegt darin, dass vom ersten bis zum letzten Zug die gleiche Leistung geliefert wird und dieser durch eine geringere Belastung länger halten kann. Auf der anderen Seite ist allerdings auch die Heizleistung geringer. Diese Akkus kommen vor allem bei den Komplettsets zum Einsatz, die für Anfänger geeignet sind.
  • Geregelter Akku: Dies sind vor allem die neuartigen, eher für Fortgeschrittene geeignete Akkus, die grundsätzlich über eine Nennspannung von 3,7 V verfügen. Die Spannung lässt sich nicht nur herunterregeln, sondern auch oberhalb der eigentlichen Ausgangsspannung einzustellen, was eine individuelle Anpassung der Dampfleistung ermöglicht. Der wohl einzige Nachteil eines solchen Akkus sind die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten.

Bei der Anschaffung sollte darauf geachtet werden, dass der Gefahr von möglicherweise ausgasenden Akkus vorgebeugt wird. Bei gängigen Akkus geschieht dies über ein Entgasungsloch am unteren Ende (alternativ eine andere Stelle, an der das Gas durch eine nicht verdichtete Stelle entweichen kann und sich die Abdeckung damit löst). Die wirklich hochwertigen Akkus verfügen zusätzlich über eine Überwachungselektronik.

Sämtliche bekanntgewordene Fälle von Explosionen hatten allerdings eine eigenhändige, fehlerbehaftete Modifikation der E-Zigarette zur Ursache!

Verdampfer

Grundsätzlich wird das Liquid mithilfe eines Verdampfers auf 65 – 100°C erhitzt. Zwar ist der Verdampfer eine sehr wichtige Komponente, stimmt jedoch das Zusammenspiel mit den anderen Teilen nicht, so stimmt gar nichts. Ist beispielsweise die Spannung zu hoch eingestellt, schmeckt es verkokelt, liegt der Akkukontakt nicht richtig am Verdampfer an, kann dieser nicht ziehen. Wenn man allerdings ein paar Dinge beachtet, dann kann nichts großartig schief gehen. Eine E-Zigarette mit gängigem Verdampfer schaut so aus:

E-Zigaretten Bestandteile
Das Bild darf verwendet werden wenn Dampftastisch.net als Quelle genannt wird.

Es lässt sich zwischen drei verschiedenen Verdampfertypen unterscheiden:

1. Atomizer: hiermit bezeichnet man generell den Verdampfer einer E-Zigarette (aus dem Englischen übersetzt = Zerstäuber), womit es sich genau genommen um keinen eigenen Verdampfertyp handelt. Das eingefüllte Liquid gelangt zum Verdampfer (der Weg ist von dem Verdampfertyp abhängig), wird dort von der Heizwendel erhitzt und verdampft anschließend (siehe Bild oben).

2. Cartomizer: Dieser Verdampfertyp hat die Eigenschaft, dass er in einem geschlossenen Zustand daherkommt. Er war vor allem vor dem Erscheinen der Tanksysteme und Clearomizer beliebt (zu diesem Zeitpunkt waren es noch von den Herstellern vorbefüllte Wegwerfgeräte), kommt heutzutage allerdings nur noch selten zum Einsatz. In diesem Zusammenhang sind auch die Dual Coil Cartomizer zu erwähnen, die über zwei Heizspiralen verfügen und für ein noch besseres Dampferlebnis sorgen.

Vorteile:

  • größeres Tankvolumen als gängige Atomizer
  • günstige bis mittlere Anschaffungskosten
  • einfache Wiederbefüllung

Nachteile:

  • Watte kann noch Rückstände des zuvor eingefüllten Liquids beinhalten, womit kein schneller Wechsel des Liquids möglich ist
  • generell kompliziertere Handhabung

3. Clearomizer: hierbei handelt es sich um die beliebteste Art von Verdampfer, bei welchem der Liquidstand aufgrund eines durchsichtigen Kunststoffes im Gegensatz zum Cartomizer genau einsehbar ist. Basierend auf einem Atomizer kommt hier bei den meisten Modellen ein Glasfaserdocht zum Einsatz, über welchen das Liquid zum Verdampfer gelangt (es sind auch Watte-Systeme erhältlich). Unterschieden wird weitergehend zwischen Headcoil-Clearomizern und Bottomcoil-Clearomizern.

Bei ersterem befindet sich die Heizwendel nah am Mundstück, womit der Dampf beim Inhalieren noch sehr warm ist, was leidenschaftliche Dampfer besonders bei süßen Liquids schätzen. Bei einem Bottomcoil-Clearomizer hingegen befindet sich die Heizwendel am unteren Ende des Tanks, womit die Wärme vermieden wird.

Vorteile:

  • sehr hohes Tankvolumen
  • Liquidstand genau einsehbar, da durchsichtig
  • langer Lebenszyklus
  • Einzelteile lassen sich bei Bedarf einfach austauschen

Nachteile:

  • kann noch Rückstände des zuvor eingefüllten Liquids beinhalten

Dann gibt es da noch ein paar Sonderfälle. Zu erwähnen sind hier unter anderem Tröpfelverdampfer, die über keinen Tank verfügen und damit nicht viel Liquid fassen können. Sie werden tropfenweise befüllt (hilfsweise über ein sogennantes Drip Tip) und dann verdampft. Tröpfelverdampfer kamen vor allem in der Anfangszeit der E-Zigaretten zum Einsatz und werden heutzutage fast nur noch dazu verwendet, um Liquids ohne den Einfluss anderer Komponenten zu testen.

Erfahrene Dampfer widmen sich gerne den Selbstwicklern, bei denen die Heizspirale selbst gewickelt wird, um das Dampferlebnis den eigenen Vorlieben in puncto Dampfentwicklung und bei nikotinhaltigen auch dem „Flash“ anzupassen. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber den gängigen Verdampfern ist, dass wenn die Heizwendel selbst einmal nicht mehr zuverlässig funktioniert (Verschleißteil), nicht der gesamte Verdampferkopf ausgetauscht werden muss, sondern nur die Heizwendel. Dieses Thema ist sehr komplex, es gibt einiges zu beachten und erfordert neben dem nötigen Know-How auch viel Fingerspitzengefühl.

Noch ein letzter Hinweis bei der Verwendung von Verdampfern in Kombination mit einem geregelten Akku: je höher der Widerstand des Verdampfers (Ohm), desto mehr Spannung (Volt) sollte der Akku geben. Dabei gilt: Probieren geht über Studieren. Es gilt dabei den in der Dampferszene sogenannten Sweet Spot zu finden, was den Punkt bezeichnet, an dem die optimale Kombination aus Dampfleistung und Geschmack erreicht ist. Man sollte sich jedoch an folgenden Werten orientieren, um die Lebensdauer eines Verdampferkopfes nicht negativ zu belasten:

  • 1,5 Ω = 3,00-3,50 V
  • 1,8 Ω = 3,00-3,75 V
  • 2,0 Ω = 3,00-4,00 V
  • 2,2 Ω = 3,00-4,25 V
  • 2,4 Ω = 3,25-4,50 V
  • 2,8 Ω = 3,50-4,75 V
  • 3,0 Ω = 3,50-5,00 V

Bei den Einsteiger-E-Zigaretten muss man sich jedoch keinen Kopf darum machen, da bei diesen der Akku auf den Verdampfer abgestimmt ist (oder eben umgekehrt).

Tank und Mundstück

Der Tank dient ausschließlich als Behältnis für das Liquid, welches durch den Kapillareffekt zum Verdampfer gelangt. Vor allem Anfänger werden in der ersten Zeit darüber klagen, dass mit der Zeit Liquid aus dem Tank austritt. Dies ist vor allem das Resultat einer falschen Zugtechnik, die es erst einmal zu erlernen und sich anzueignen gilt.

Wie lässt sich ein Tank befüllen?

Die einfachen Atomizer wie die EGo-T verfügen über einen vom Verdampfer separierten Tank. Bei diesen muss dazu einfach der Tank entnommen, die Silikonkappe entfernt und das Liquid eingefüllt (nicht ganz bis zum oberen Rand) werden. Bei den Cartomizern und Clearomizern, bei welchen das Tanksystem und der Verdampfer verbunden sind, muss darauf geachtet werden, dass nicht aus Versehen der Tank-Verschluss selbst abgeschraubt wird, sondern wie gewollt der Verdampfer vom Tank gelöst wird. In jedem Fall sollte die E-Zigarette mit dem Mundstück nach unten gehalten werden, damit in einem Moment der Unbedachtheit nicht das Liquid ausläuft

3 hilfreiche Tipps zum Befüllen/ersten Dampfen:
  • bei bisher ungenutzten oder frisch gereinigten E-Zigaretten sollte nach dem Einfüllen des Liquids ein wenig gewartet werden, damit das Liquid den Weg zur Heizwendel finden kann. Alternativ lassen sich auch direkt ein paar Tropfen des Liquids auf den Verdampferkopf geben.
  • bei dem Dampfen von verschiedenen Liquid-Sorten sollten entweder verschiedene Verdampfer genutzt werden oder der einzelne Verdampfer in diesem Fall vor dem Einfüllen eines anderen Liquids gereinigt werden, um den Geschmack nicht zu verfälschen.
  • es sollte darauf geachtet werden, dass ein Tank grundsätzlich nicht gänzlich leer gedampft wird, da ein Trockenlaufen dem Verdampfer schaden kann.

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