E-Zigaretten fehlbehauptungen
Rund um E-Zigaretten

Die 5 hartnäckigsten Mythen rund um E-Zigaretten

In diesem Artikel räumen wir mit den häufigsten Mythen und Geschichten um E-Zigaretten auf.

E-Zigaretten können explodieren

In der Tat rückten in der Vergangenheit einige Geschichten von Menschen in den Fokus der Öffentlichkeit, die durch explodierende E-Zigaretten schwer verletzt wurden. Ein gefundenes Fressen für die Medien.

In E-Zigaretten werden handelsübliche Lithium-Ionen-Akkus verbaut, die auch bei sämtlichen anderen elektronischen Geräten zum Einsatz kommen, die wir tagtäglich einsetzen. Genormte Akkus sind mit einem Schutzmechanismus ausgestattet, der vor einer Tiefentladung oder Überladung schützt.

Was von den Medien jedoch verhüllt wird ist der Fakt, dass die Explosionen IN JEDEM der bekanntgewordenen Fälle aus der fehlerhaften Modifizierung eines Akkuträgers resultierten. Dabei wurden ungeschützte Akkus verwendet und mehrfach in Reihe geschaltet. Dies führte zu einer Fehlfunktion des schwächeren Akkus und letztendlich zur Ausgasung. Das ausströmende Gas gelangte in das geschlossene Behältnis des Akkuträgers und führte durch Überdruck vollends zur Explosion.

Die Explosionen resultierten also aus einer unsachgemäßen Anwendung. Herkömmliche E-Zigaretten und die Verwendung eines einzelnen Akkus in einem Akkuträger birgen also die gleiche Gefahr, wie die einer Explosion eines Notebooks, die einer elektrischen Zahnbürste oder einer Digitalkamera.

Nikotin ist krebserregend und macht süchtig

Bislang wurde Nikotin immer in Verbindung mit den zahlreichen Karzinogen, also den krebserregenden- oder fördernden Stoffen, einer Zigarette in Verbindung gebracht. Nikotin an sich ist jedoch kein Karzinogen, damit nicht per se krebserregend. Aufgrund der vielen Schadstoffe und unzähligen chemischen Verbindungen darf also kein Eins-zu-Eins-Vergleich aus gesundheitlicher Sicht, als auch das Suchtverhalten betreffend, gezogen werden.

Studien konnten zudem herausstellen, dass Nikotin erst in Verbindung mit anderen Tabakstoffen seine Wirkung zeigt. Dies zeigen uns auch die kontroversen Meinungen zu Nikotinersatzpräperaten. Nur ein sehr geringer Prozentsatz der Raucher schafft es auch nach einem längeren Zeitraum, etwa ein Jahr, mithilfe dieser Präparate rauchfrei zu bleiben (etwa 3 % all der jenigen, die es versuchen). Einen langfristigen Schutz bieten diese jedoch nicht. Die entscheidende Rolle spielt der Kopf.

Studien haben gezeigt, dass pures Nikotin, ohne die Verbindung mit verstärkenden Stoffen, nur wenig Suchtpotenzial aufweist. Davon weiß selbst die Europäische Komission zu berichten.

Es existieren noch nicht genügend Studien

Immer wieder liest man in den Medienartikeln, die die Schädlichkeit der E-Zigaretten hervorheben, dass es noch nicht genügend Studien gebe, die empirische Beweise für die Unschädlichkeit gegenüber dem Konsumenten beweisen. Das ist natürlich Unsinn. In den letzten 10 Jahren, vor allem in den letzten 5 Jahren, wurden immer wieder Studien von renommierten Wissenschaftlern und unabhängigen Forschungsinstituten durchgeführt, die eben nicht alle auf das Ergebnis kommen, dass die E-Zigarette höchst schädlich sei.

Dann gibt es noch einige Studien, die einfach nicht korrekt durchgeführt wurden und insofern auch keine repräsentativen Ergebnisse liefern können. Beispiel: Die Herausgeber einer Studie behaupten, in dieser die Freisetzung von krebserrgendem Formaldehyd nachgewiesen zu haben. Als Testobjekt diente den Forschern eine einzige E-Zigarette. Bei einer eingestellten Spannung von 3,3 Volt wurden keine erwähnenswerten Formaldehyd-Werte festgestellt, während bei 5 Volt plötzlich eine Freisetzung festzustellen war. Eine unsachgemäße Anwendung liegt hier sehr nahe, höchstwahrscheinlich wurde die Heizspirale überhitzt. Das renommierte Fraunhofer-Institut konnte in einer Studie die Behauptung der Freisetzung von Formaldehyd widerlegen.

Es gibt mittlerweile einige hundert, wahrscheinlich über 1.000 Studien, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von E-Zigaretten auseinandersetzen (hier gibt es eine schöne Übersicht). Das Problem besteht also nicht darin, aus einer Masse von Studien wählen zu können, sondern sich solche herauszupicken, die in das Bild desjenigen passen, der bestimmte Interessen verkörpert.

Passivdampfen ist schädlich

Erst einmal gilt es zu beweisen, dass das aktive Dampfen, also die unmittelbare Inhalation, an sich schädlich ist. Studien haben herausgestellt, dass im E-Zigaretten-Dampf keine Stoffe enthalten sind, die schädlich sind. Ausgenommen davon ist das Nikotin, das jedoch in einer solch geringen Menge enthalten ist, dass es beim Passivdampfer wahrscheinlich nicht einmal ankommt.

Dies liegt zum einen daran, dass der ausgestoßene Nikotingehalt 85 % geringer ist als bei herkömmlichen Zigaretten, zum anderen daran, dass rund 98 % des Nikotins in der Lunge des Dampfers verbleiben (Quelle). Insofern müssen sich die Mitmenschen keine Sorgen machen, dass Stickoxide, Acetaldehyd, Nitrosamine, Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle oder andere höchst gesundheitsgefährdende chemische Verbindungen den eigenen Körper erreichen. Hier lässt sich mehr über das Passivdampfen erfahren.

E-Zigaretten können Tabakzigaretten nicht ersetzen

Für viele Raucher ist die Tabakzigarette ein Lebenselixier, eine Belohnung für die alltäglichen Schritte durchs Leben. In bestimmten Situation ist der Griff zur Tabakzigarette unerlässlich – nach einem anstrengenden Kundengespräch, einer vollendeten Arbeit oder nach dem Mittagessen. Flachen die Entzugserscheinungen aufgrund der körperlichen Abhängigkeit bereits nach wenigen Tagen ab, ist es vor allem die psychische Abhängigkeit, die den Konsumenten so viel Sorge bereitet und eine besondere Herausforderung beim Rauchstopp darstellt.

Die körperliche Abhängigkeit kann eine E-Zigarette kompensieren, die psychische hingegen nicht – zumindest nur bedingt. Denn es ist etwas völlig anderes, eine elektronische Zigarette in der Hand zu halten, als eine Tabakzigarette. Dies fängt nicht nur damit an, dass die Nikotinresorption bei einer E-Zigarette deutlich langsamer verläuft, sondern dass es die einfachen Situationen im Alltag sind, die es nicht gleich machen.

Nicht umsonst hört man immer wieder die Aussage: „Es ist einfach nicht das gleiche“. Das ist es auch nicht und kann es auch nicht sein. Eine E-Zigarette kann Tabakzigaretten sehr wohl ersetzen, doch benötigt es eine Umstellung des Konsumenten – im Kopf. Dieser muss sich darauf einlassen. Wer für einige Wochen den inneren Schweinehund überwindet, wird den Umstieg für gewöhnlich auch schaffen.

Quelle: https://de.fotolia.com/id/58500656 Urheber: tibanna79

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